Gerade ist viel los bei mir. Unter anderem schreibe ich an einer Artikelserie zu einer Krebsdiät und dem Mann dahinter. Inzwischen ist der Plan eine Serie draus zu machen und einen Podcast dazu aufzunehmen.
Zudem bilde ich mich gerade viel weiter. Aus einer Fortbildung zum Reizdarmsyndrom möchte ich kurz berichten.
Deshalb fasse ich heute ein paar Erkenntnisse aus meiner Woche zusammen und es gibt mal endlich wieder ein Rezept.
Reizdarm
Diese Woche hatte ich eine Fortbildung zum Thema Reizdarmsyndrom. Ich habe inzwischen einige Patient*innen mit einer entsprechenden Diagnose und es scheint als würde das zunehmend eine spannende Spezialisierung für mich.
Das Reizdarmsyndrom ist ein kompliziertes Thema. Das fängt schon bei der Diagnose an. Viele andere Beschwerden können nämlich ähnliche Symptome haben. Wichtig ist, dass andere Krankheiten wie Zöliakie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Unverträglichkeiten (z.B.: Fructose) ausgeschlossen werden.
Alarmsignale, wie Blut im Stuhl und andauernde Durchfälle sollte man unbedingt ärztlich abklären.
Die Symptome sind teilweise sehr unterschiedlich: Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Schmerzen. Jedes braucht einen anderen Behandlungsansatz. Auch Alltagsstress spielt eine große Rolle.
Ernährungstherapie bedeutet bei Reizdarm nicht besonders viele Lebensmittel wegzulassen. Sinnvoller ist gezielt zu reduzieren und individuelle Unverträglichkeiten auszutesten. Langfrisitg soll es keine unnötigen Einschränkungen geben. Das ist aus meiner Erfahrung der schwierigste Teil.
Praktische Tipps aus derPraxis und der Fortbildung
Ernährungs- und Symtomtagebuch führen. Mit rein müssen Stress, Medikamente und beschwerdefreie Tage (bei denen kann man oft abgucken).
Regelmäßige Mahlzeiten, bewusst essen, kauen und warme Speisen ausprobieren. Gerne auch drei mal warm essen→ führs Frühstück findet ihr eine Rezeptidee unten.
Flohsamenschalen können sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall helfen. Langsam anfangen, ausreichend trinken.
Bei Brot hilft: feine Vollkornmehle und lange Teigführung. Brot toasten kann auch helfen.
Hülsenfrüchte: einweichen, abspülen, pürieren, Druckkochtopf ausprobieren. Nicht einfach streichen.
Zwiebeln und Knoblauch: grob Vierteln, in Öl anbraten und anschließend rausnehmen. Das bringt den Geschmack und hält die Fructane aus dem Essen.
Zuckeralkohole in Kaugummi und Bonbons können Beschwerden auslösen.
Reizdarm zeigt aus meiner Sicht gut, warum Ernährungsberatung mehr ist als Ernährungspläne. Man muss Zusammenhänge zu erkennen, individuelle Beschwerden ernst nehmen und eine Ernährung finden, die gleichzeitig Symtome reduziert, den Bedarf deckt und im Alltag funktionieren kann.
Vielen Dank schon mal fürs Lesen.
Das Rezept
Schreibt gerne, ob euch das Rezpt taugt.


